🦊 Eingewöhnung 🦊

Die Eingewöhnungsphase in meiner Kindertagespflege „Katzenfreunde“ orientiert sich an dem Partizipatorischen Eingewöhnungsmodell nach Prof. Dr. Marjan Alemzadeh.
Mein Ziel ist es, diesen bedeutenden Übergang für das Kind und seine Familie so stressfrei wie möglich zu gestalten, indem ich alle Beteiligten als aktive Mitgestalter in den Prozess einbeziehe.
Anstatt einem starren Zeitplan zu folgen, gestalte ich die Eingewöhnung individuell und flexibel auf Basis meiner wahrnehmenden Beobachtung.
Der Prozess gliedert sich in folgende Phasen:
• Vorbereitung & Information:
Bereits im ersten Kennenlerngespräch lege ich den Grundstein für unsere Bildungspartnerschaft.
Ich erkenne Sie als Eltern als die „Experten für Ihr Kind“ an und wir tauschen uns intensiv über die bisherige Bindungsgeschichte, Vorlieben und häusliche Rituale aus.
• Aktives Ankommen (Phasen 2–5):
In der ersten Zeit dürfen Sie und Ihr Kind gemeinsam meinen Alltag mit all seinen Facetten erleben.
Anders als beim Berliner Modell verhalten Sie sich als Eltern dabei nicht passiv.
Sie sind eingeladen, im Tempo Ihres Kindes an allen Situationen teilzunehmen und ihm als „sicherer Hafen“ beizustehen, während ich feinfühlig Kontakt aufnehme.
• Beziehungsaufbau vor Trennung:
Im Partizipatorischen Modell gibt es keine frühzeitigen Trennungsversuche am vierten Tag.
Da ein Kind im Durchschnitt zwei Wochen benötigt, um eine belastbare Beziehung zu einer neuen Fachkraft aufzubauen, planen wir den ersten Abschied erst dann, wenn Ihr Kind sich bei mir sichtlich wohlfühlt.
• Gemeinsame Entscheidung (Phase 6):
Wir entscheiden gemeinsam, wann der Zeitpunkt für die erste Trennung (ca. 5–10 Minuten) gekommen ist.
Als Entscheidungshilfe dienen mir klare Signale des Kindes, wie z. B. zielgerichtetes Spiel, Neugierde und eine responsive Reaktion auf meine Ansprache.
Die erste Trennung findet nur statt, wenn sowohl das Kind als auch Sie als Eltern Ihr Einverständnis geben.
• Abschluss der Phase (Phase 7):
Die Eingewöhnung gilt als gelungen, wenn Ihr Kind mich als „sichere Basis“ akzeptiert hat.
Es nimmt aktiv am Alltag teil, lässt sich von mir trösten und erkundet freudig seine Umwelt.
Um den Übergang zu erleichtern, bitte ich Sie, Ihrem Kind ein Übergangsobjekt von zu Hause mitzugeben (z. B. ein Schnuffeltuch oder ein Fotoalbum), das nach Ihnen riecht und in Stressmomenten Halt gibt.
Für einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Wochen sollten Sie sich Zeit für diesen Prozess nehmen und während der Betreuungszeiten telefonisch erreichbar bleiben.

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